Unsere Beratungslehrerin Heidi Porzig stellt ihre Arbeit vor:
Die Sache mit den „harten Brocken“ oder auch Was macht eine Beratungslehrerin?
Es gibt sie einfach, die harten Brocken, die trotz aller Bemühungen zäh im Weg liegen bleiben: die ewig schlechte Mathearbeit, das ewig zappelnde Mäxchen, die Sorgen und Nöte all derer, die mit Erziehung zu tun haben. Es ist menschlich, fette Brocken möglichst schnell wegschieben zu wollen - und das kostet unendliche Anstrengung und Energie!
Für diese „harten Brocken“ bin ich ausgebildet. Ich heiße Heidi Porzig und bin Beratungslehrerin an unserer Schule. Gemeinsam mit den Rat Suchenden habe ich die Chance, dem dicken Störenfried auf andere Art zu begegnen. Das ist der eigentliche Anspruch meines Amtes. Das Amt ist unabhängig, unterliegt der Schweigepflicht und wird grundsätzlich freiwillig in Anspruch genommen.
Ich stehe den Eltern, den Schülerinnen und Schülern, und den Kolleginnen unserer Schule zur Verfügung.
Und wie kann das gehen?
Im Beratungsgespräch kann man sich miteinander über den fetten Brocken beraten, störungsfrei und in aller Ruhe. Dann lässt er sich aus unterschiedlichsten Perspektiven betrachten, sich sozusagen sorgfältig betasten und befühlen, so dass er seine Bedrohlichkeit verlieren kann.
Jeden dicken Brocken kann man aus der Sicht der Maus sehen, dann mag er erdrückend sein. Betrachtet man ihn von der Seite, zeigen sich plötzlich interessante Konturen, die vorher nicht zu erkennen waren. Fliegt man als Adler über ihm, so passt er auf einmal malerisch in die Landschaft. Neue Aussichten zu wagen, zu spüren und zu probieren, wie sich mit dem Brocken so umgehen lässt, dass der Kraftaufwand ein sinnvolles Maß erhält – das macht meine Aufgaben in erster Linie aus. Bloße Ratschläge zu erteilen, das hat mit Beratung nichts zu tun. Statt dessen werden gemeinsam Lösungsansätze als „Hilfe zur Selbsthilfe“ gesucht.
Und was mache ich außerdem? Da gibt es einiges:
- Die Durchführung einer “Pädagogischen Runde”, d.h. interessierte Kolleginnen treffen sich alle sechs Wochen zum Austausch über aktuelle pädagogische Fragen und Probleme. Dazu gehört z.B. das Vorstellen eines Falles (z.B. auffälliger Schüler), der im Sinne einer Supervision bearbeitet wird, oder sonstiger Anliegen, die im Unterrichtsalltag deutlich geworden sind, außerdem Referate und Schilfs.
- Vorstellung auf Elternabenden
- Regelmäßige Berichte auf Konferenzen und Dienstbesprechungen
- Trainingsgruppe für Kinder mit Konzentrationsstörungen
- Beratungsrunde für die pädagogischen Mitarbeiterinnen.
Wenn Sie das Angebot eines Beratungsgespräches annehmen wollen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und vereinbare mit Ihnen einen Termin. Telefon (Schule): 05304/90790
Heidi Porzig, September 2006
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